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Insel Usedom

 
Insel Usedom - Historisches

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Erinnerung an die Zukunft - der Golm

Der Golm, mit ca. 60 Metern die höchste Erhebung der Insel Usedom, nur wenige Kilometer Luftlinie von Swinemünde entfernt, zog durch landschaftliche Schönheit seit jeher viele Besucher an, war schon in der Bronzezeit besiedelt. Traurige Berühmtheit erlangte er in den letzten Kriegstagen 1945. Noch am 12. März legten englische Bomber Swinemünde in Schutt und Asche. Etwa 23 000 Tote, meist Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, forderte einer der sinnlosesten unter allen sinnlosen Kriegsakten. Bestattet wurden die Opfer am Südhang des Golm, eine Gedenkstätte aus den 1950er Jahren und Namenstafeln sowie eine Ausstellung aus den 1990er Jahren halten die Erinnerung für Besucher wach. Überlebende und Zeitzeugen des Angriffs treffen sich jedes Jahr am 12. März und gedenken auf ihre Art.

Wer in die immer noch traurigen Augen der meist über siebzigjährigen Teilnehmer blickt, fühlt sich getroffen, durch die Blicke nachdrücklich zurückversetzt in jene Tage, fühlt sich aufgerufen, darüber nachzudenken, wieviel sinnlose Gewalt im Großen und Kleinen er in seinem kleinen und großen Umfeld heute noch zulässt.

Im Jahr 2004 schlug die Gedenkrednerin, eine Augenzeugin des Angriffs, den Bogen aus der Vergangenheit, verwies mit eindrucksvollen Worten auf die Chancen der Zukunft, auf die gemeinsame Verantwortung der früheren und der jetzigen Bewohner - nicht nur Swinemündes. Vom Gipfel des Golm muss die Weitsicht gewahrt bleiben. Rainer Höll (aus: USEDOM-WOLLIN exclusiv)


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