Der Leuchtturm auf der Greifswalder Oie
Besonders bei Dunkelheit ist die kleine Insel nordöstlich von Usedom zu sehen.
Auf der Greifswalder Oie steht einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme an der Ostsee. Inseln mit Leuchttürmen faszinieren immer wieder. Etwa 12 km von Usedom und 10 km von Rügen entfernt im Greifswalder Bodden liegt dieser Rest eines Landabschnittes, der immer mehr im Meer versank.
Die Greifswalder Oie hat eine wechselvolle Geschichte.
1291 wurde sie von der Stadt Wolgast an die Stadt Greifswald verkauft und bekam daher ihren Namen. Landwirte bewirteten den fruchtbaren Boden, der nicht bewaldet war.
Ende der 1930er Jahre Eingliederung in die Heeresversuchsanstalt Peenemünde.
nach 1945 wieder vom Militär genutzt.
Die gesamte Insel steht heute unter Naturschutz. Sie ist Sitz einer Vogelwarte des Vereins Jordsand e.V.
Kreuzweg verschiedener Schifffahrtslinien und ein ausgeprägtes Flachwassergebiet drängte früh auf einen Bau von Leuchtzeichen.
Das erste Leuchtfeuer wurde 1832 errichtet. Der Grundstein für die Errichtung des Leuchtturms wurde durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen am 24.8. 1853 persönlich gelegt. Am 1. Oktober 1855 ging er in Dauerbetrieb. Die Betriebsmittel dere Lampen war zunächst Rüböl, seit 1885 Petroleum.
Durch Umbau von 1911 bis 1914 wurde der Turm erhöht, die Leuchte und das Linsensystem modernisiert. Das Leuchtfeuer erreichte die Weite von 24 Seemeilen.
1938 wurde das Leuchtfeuer auf elektrische Beleuchtung (110 V, 2000 W) umgestellt.
1978 wurde der Turm auf Fernbedienung umgestellt, das Ende der Leuchtturmwärter auf der Insel.
1994 umfassende Rekonstruktion der gesamten Anlage.
Das lichtstärkste Leuchtfeuer Mecklenburg-Vorpommerns auf der Greifswalder Oie hat heute eine Nenntragweite von 26 Seemeilen (ca. 48 km).
Vom Hafen Peenemünde aus wird die Insel eingeschränkt von einem kleinen Passagierschiff angesteuert. Der dortige Hafen dient heute als Nothafen für einen Seenotrettungskreuzer.






